MOLOFY
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Bei Auslegungs- oder Übersetzungskonflikten gilt die deutsche Fassung dieser Rechtsseite als verbindlicher Text. Übersetzungen (EN/IT/ES/FR) siehe Sprach-Umschalter oben.

Allgemeine Geschäftsbedingungen für Anbieter

Stand: 2. Juli 2026 · gilt für Anbieter („Skipper") auf MOLOFY

Kurzfassung: Du bietest Dein Boot auf MOLOFY an. Wir vermitteln zahlende Gäste an Dich. Die Buchungsgebühr beträgt standardmäßig 20 % des Kundenpreises. Den Restbetrag zahlt der Gast vor Ort direkt an Dich — in bar oder mit Deinem eigenen POS. Du gestaltest die Tour auf eigene Rechnung und Verantwortung. Die Anmeldung ist kostenlos. Es gibt keine Kündigungsfrist.

2. Leistung von MOLOFY

MOLOFY betreibt unter molofy.com einen Online-Marktplatz, auf dem Bootsanbieter ihre Touren und Erlebnisse veröffentlichen und Gäste verbindlich buchen können. Wir leisten:

MOLOFY ist kein Reiseveranstalter und kein Zahlungsdienstleister für dich. Wir transportieren niemanden, wir betreiben kein Boot, wir halten kein Geld für dich, und wir wickeln nicht deinen Charter-Preis ab. Die Charter-Zahlung des Gastes findet ausschließlich zwischen dir und dem Gast statt.

3. Vertragsbeziehung zum Gast

Der Beförderungs- bzw. Erlebnis-Vertrag kommt direkt zwischen dir und dem Gast zustande, sobald der Gast die Buchungsgebühr bezahlt hat und du sie nicht innerhalb der Frist absagst. MOLOFY ist nicht Vertragspartei des Erlebnisses. Du bist gegenüber dem Gast verantwortlich für: ordnungsgemäße Durchführung der Tour, Versicherung, Lizenzen, gültige Zulassungen und Sicherheit an Bord.

4. Buchungsgebühr (unser Modell statt Provision)

Für unsere Vermittlungs- und Buchungsleistung berechnen wir eine Buchungsgebühr in Höhe von 20 % des von dir festgelegten Kundenpreises. Diese Buchungsgebühr fällt bei jeder erfolgreich vermittelten Buchung an und wird über den unten beschriebenen Zahlungsfluss verrechnet — es gibt keine gesonderte Provisions-Rechnung an dich.

5. Zahlungsfluss & Belege

Die Zahlungsabwicklung läuft über den Zahlungsdienstleister Stripe. Zahlungsempfänger der Online-Anzahlung ist ein von MOLOFY benannter Master-Partner-Skipper, der die Zahlungsabwicklung für die Plattform übernimmt:

Gast → Stripe (Anzahlung): Der Gast zahlt die Anzahlung (Standard 20 % des Kundenpreises — sie entspricht der MOLOFY-Buchungsgebühr) unmittelbar im Buchungsprozess per Kredit- oder Debitkarte über eine gesicherte Stripe-Checkout-Seite. Erst mit bezahlter Anzahlung ist die Buchung bestätigt; ohne Zahlung kommt keine Buchung zustande.

Verrechnung der Buchungsgebühr: Die Buchungsgebühr wird zwischen dem Master-Partner-Skipper und MOLOFY verrechnet — je Buchung oder als Monatsabrechnung. Du musst nichts überweisen und erhältst keine gesonderte Provisions-Rechnung; dein Anteil ist der Restbetrag, den der Gast vor Ort an dich zahlt.

Gast → Skipper (Restbetrag): Den Restbetrag zahlt der Gast vor Ort bei der Übergabe des Boots direkt an dich, in bar oder mit deinem eigenen Karten-Terminal (SumUp, Zettle etc.). MOLOFY ist an dieser Zahlung nicht beteiligt.

Erstattungen: Sagst du eine Tour aus zwingenden Gründen ab (z. B. Wetter, technischer Defekt), wird die Anzahlung dem Gast automatisch über Stripe auf das ursprünglich genutzte Zahlungsmittel erstattet.

Belege für den Gast: Fordert der Gast eine steuerlich taugliche Rechnung an, stellt MOLOFY ihm eine Rechnung über die Buchungsgebühr aus. Ein Beleg über den Restbetrag am Boot ist Sache zwischen dir und dem Gast; für gewerbliche Skipper gehört die eigene Rechnungslegung zu deinen Pflichten (siehe § 9). Optional kannst du MOLOFY per Zusatzvereinbarung ermächtigen, in deinem Namen zu fakturieren (Fakturierung durch Dritte nach § 14 Abs. 2 UStG).

6. Anzahlung & No-Show

Da die Anzahlung über Stripe an den Master-Partner-Skipper fließt, musst du bei No-Show nichts unternehmen — die verfallene Anzahlung deckt die Buchungsgebühr ab.

Erscheint der Gast ohne rechtzeitige Absage nicht, kannst du eigenständig eine Ausfallgebühr in Höhe des ausstehenden Restbetrags gegenüber dem Gast geltend machen (Rechtsverhältnis zwischen dir und dem Gast). MOLOFY belastet für dich keine Karten und tritt in dieser Frage nicht als Inkasso-Partner auf.

7. Stornierung und Verschiebung

7.1 Durch den Gast

Der Gast kann selbst stornieren, die Anzahlung verfällt jedoch immer (Schutz gegen Mehrfach-Buchung-mit-Storno-Trick). Stornierungen weniger als 24 Stunden vor der Tour sind nur über dich als Anbieter möglich.

7.2 Verschiebungen

Verschiebungen erfolgen ausschließlich durch dich als Anbieter. Der Gast kann einen Verschiebungs-Wunsch äußern, der dir als Notification zugestellt wird.

7.3 Durch dich

Bei Absage durch dich aus zwingenden Gründen (Wetter, technischer Defekt, Sicherheit): Vollerstattung der Anzahlung an den Gast, keine Provision. Bei Absage ohne zwingenden Grund: Q-Score-Minus und Verpflichtung zur vollen Erstattung an den Gast. Wiederholte unbegründete Absagen können zum Ausschluss von der Plattform führen.

7.4 Wetterausfälle

Wetterausfälle gelten als zwingender Grund und wirken sich nicht negativ auf deinen Q-Score aus, sofern du als weather_cancel markierst.

8. Boot-Pool (optional)

Du kannst auf Erlebnis-Ebene den Boot-Pool aktivieren oder deaktivieren. Ist der Pool aktiv, werden bei Unter-Auslastung einer Tour Gäste an einen anderen Anbieter im selben Hafen mit kompatiblem Boot vermittelt:

Die Buchung folgt dem Gast — der Restbetrag am Boot geht an den Anbieter, der die Tour tatsächlich durchführt. Der übergebende Anbieter erhält +5 Goodwill-Punkte auf seinen Q-Score, jedoch keinen Geldfluss. Die Buchungsgebühr an MOLOFY bleibt unverändert.

9. Pflichten als Anbieter

10. Bewertungen

11. Anti-Umgehung & Folgebuchungen

Solange der Gast die Buchung nicht abgeschlossen und die Anzahlung nicht geleistet hat, werden dem Gast keine direkten Kontaktdaten (Telefon, WhatsApp) angezeigt. Du verpflichtest dich, einen Gast, der über MOLOFY Kontakt aufgenommen hat, nicht parallel oder an MOLOFY vorbei zu vermitteln.

Folgebuchungen: Für Gäste, deren Erstkontakt zu dir über MOLOFY zustande gekommen ist, bleibt die Buchungsgebühr für die Dauer von 24 Monaten ab der letzten über MOLOFY abgewickelten Buchung auch dann geschuldet, wenn der Gast direkt bei dir bucht. Solche Direktbuchungen meldest du MOLOFY unaufgefordert binnen 14 Tagen; die Buchungsgebühr wird wie bei einer Plattform-Buchung abgerechnet.

Bei Verstößen gegen diese Ziffer fällt je Umgehungsfall eine Vertragsstrafe in Höhe der doppelten entgangenen Buchungsgebühr, mindestens jedoch 250 €, an; daneben behalten wir uns den Ausschluss von der Plattform vor.

12. Haftung

MOLOFY haftet ausschließlich für die ordnungsgemäße Vermittlungs- und Plattformleistung. Wir haften nicht für Schäden, die aus der Durchführung der Tour selbst entstehen — diese Risiken trägst du als Anbieter und sicherst sie eigenständig ab (Haftpflicht, Kasko, Sicherheits-Equipment, Crew-Lizenzen).

Bei vorsätzlichen oder grob fahrlässigen Pflichtverletzungen unsererseits haften wir nach den gesetzlichen Bestimmungen. Im Übrigen ist die Haftung auf den vorhersehbaren, vertragstypischen Schaden begrenzt.

Freistellung: Du stellst ZiaNeo von allen Ansprüchen Dritter frei (einschließlich der angemessenen Kosten der Rechtsverteidigung), die aus der Durchführung deiner Touren, aus Verstößen gegen diese AGB oder geltendes Recht oder aus einer Verletzung von Rechten Dritter durch deine Inhalte entstehen — es sei denn, der Anspruch beruht auf einem eigenen Verschulden von ZiaNeo.

13. Datenschutz

Wir verarbeiten deine Daten ausschließlich zur Erfüllung dieses Vertrags und zur Plattformdarstellung. Details siehe Datenschutzerklärung. Du wirst gegenüber Gästen mit Profilname, Hafen, Region und Kurzbeschreibung sichtbar. Kontaktdaten werden Gästen erst nach Buchungsabschluss angezeigt.

Steuertransparenz-Meldung (DAC7 / PStTG): MOLOFY ist als digitale Plattform gesetzlich verpflichtet (EU-Richtlinie DAC7, in Deutschland Plattformen-Steuertransparenzgesetz — PStTG), einmal jährlich alle Anbieter mit vergüteten Buchungen an das deutsche Bundeszentralamt für Steuern zu melden; von dort werden die Daten automatisch an die Steuerbehörde deines Ansässigkeitsstaats weitergeleitet. Gemeldet werden insbesondere Name/Firma, Anschrift, Steueridentifikation (z. B. Codice Fiscale / Partita IVA), Bankverbindung und die Summe der Vergütungen je Quartal. Diese Meldung ist nicht abwählbar — sie gilt für alle Buchungsplattformen in der EU gleichermaßen. Du bist verpflichtet, uns die dafür erforderlichen Angaben vollständig und korrekt bereitzustellen; werden sie trotz zweifacher Erinnerung nicht geliefert, müssen wir dein Konto sperren bzw. Auszahlungen zurückhalten (gesetzliche Vorgabe). Eine Übersicht der über dich gemeldeten Vergütungen stellen wir dir zur Verfügung.

14. Laufzeit und Kündigung

Der Vertrag läuft auf unbestimmte Zeit. Du kannst jederzeit ohne Frist kündigen — schreibe dafür eine E-Mail an info@molofy.com mit Betreff „Anbieter-Konto schließen". Wir bestätigen die Schließung innerhalb von 3 Werktagen. Bestehende Buchungen werden zu Ende geführt.

MOLOFY kann das Konto bei schweren Verstößen sofort sperren (z. B. Sicherheitsmängel, wiederholte unbegründete Stornos, Provisions-Umgehung, Markenrecht-Verstöße).

Folgen der Kündigung für offene Buchungen: Bereits bestätigte Buchungen führst du bis zum vereinbarten Termin ordnungsgemäß durch, es sei denn, sie werden einvernehmlich abgesagt oder umgebucht. Kannst du sie nicht durchführen, gilt die Wetter-/Ausfall-Regelung; die MOLOFY-Buchungsgebühr bleibt in diesem Fall nach Maßgabe von § 6 bestehen.

Fortgeltung nach Vertragsende: Über das Vertragsende hinaus gelten für 12 Monate weiter: das Anti-Umgehungs-Gebot (§ 11) für alle über MOLOFY vermittelten Gäste, die Freistellungspflicht (§ 12) für bereits durchgeführte oder während der Vertragslaufzeit ausgelöste Ansprüche sowie die Content-Lizenz (§ 9) für bereits veröffentlichte Inhalte, bis diese aus der Plattform entfernt sind.

15. Änderungen dieser AGB

Wesentliche Änderungen kündigen wir mindestens 30 Tage vorher per E-Mail an. Wenn du nicht widersprichst, gelten sie ab Inkrafttreten. Bei Widerspruch endet der Vertrag mit dem Tag des Inkrafttretens.

Verfügbarkeit und Änderungen am Dienst: Wir bemühen uns um einen störungsfreien Betrieb der Plattform, können aber keine ununterbrochene Verfügbarkeit garantieren; Wartungen, Sicherheitsupdates und Störungen können zu temporären Einschränkungen führen. Wir dürfen Funktionen der Plattform aus sachlichen Gründen (Weiterentwicklung, Sicherheit, rechtliche Anforderungen) ändern, hinzufügen oder einstellen. Kernfunktionen für bereits bestätigte Buchungen bleiben davon unberührt; wesentliche Änderungen kündigen wir mit angemessener Vorlaufzeit an.

16. Gerichtsstand und anwendbares Recht

Es gilt deutsches Recht. Erfüllungsort und ausschließlicher Gerichtsstand für Kaufleute ist der Sitz von MOLOFY laut Impressum.

17. Ranking, Sichtbarkeit und Beschwerdemanagement (P2B-Verordnung)

Nach der P2B-Verordnung (EU) 2019/1150 informieren wir dich über die Sichtbarkeit deiner Erlebnisse und deine Rechte bei Streitigkeiten mit uns.

17.1 Ranking-Kriterien

Die Reihenfolge, in der Erlebnisse auf /entdecken/, auf Detail-Seiten und in Karten-Ansichten erscheinen, richtet sich nach folgenden Hauptparametern, absteigend gewichtet:

Deine Sichtbarkeit hängt nicht von deiner Bereitschaft ab, uns Zusatzdienste zu buchen (kein Pay-to-Play außerhalb der offen ausgewiesenen Ad-Slots).

17.2 Internes Beschwerdemanagement (P2B Art. 11)

Beschwerden zu Ranking, Buchungsgebühr, Kontoentscheidungen, Auszahlungen oder anderen Vertragspunkten kannst du kostenlos über unser Beschwerdeformular oder per E-Mail an info@molofy.com (Betreff: „P2B-Beschwerde") einreichen. Wir bestätigen den Eingang unverzüglich und melden uns mit einer begründeten Entscheidung in der Regel innerhalb von 10 Werktagen.

17.3 Außergerichtliche Streitbeilegung (P2B Art. 12)

Wenn wir uns nicht einigen können, benennen wir folgende zwei Mediatoren:

Die Kosten für eine Mediation tragen wir und du je zur Hälfte (Reg. 2019/1150 Art. 12 Abs. 5). Die Teilnahme an der Mediation ist freiwillig.

17.4 Transparenzbericht

Nach Art. 11 Abs. 4 der P2B-Verordnung veröffentlichen wir jährlich zum 31. Januar einen Bericht über Anzahl, Art, Dauer und Ergebnisse der eingegangenen Beschwerden.

18. Salvatorische Klausel

Sollten einzelne Bestimmungen unwirksam sein, bleibt die Wirksamkeit der übrigen unberührt. An die Stelle der unwirksamen Bestimmung tritt die gesetzliche Regelung.

Übertragung des Vertrags: ZiaNeo darf den Vertrag im Rahmen einer Firmenübertragung an ein verbundenes Unternehmen abtreten.